Wer ManUtd besiegt, hat nicht automatisch das Zeug für eine grosse Karriere, wie die Beispiele etlicher FCB-Helden zeigen.

Der Abend bleibt unvergesslich, als der FC Basel Anfang Dezember 2011 das grosse Manchester United eliminiert und erstmals in der Klubgeschichte in die Achtelfinals der Champions League einzieht. Marco Streller und Alex Frei schiessen die Tore beim 2:1-Triumph, Xherdan Shaqiri legt beide Treffer auf. Sir Alex Ferguson, der Frei vor dem Spiel mit Stéphane Chapuisat verwechselt hat, ist nach Abpfiff sichtlich bedient. Die Basler feiern bis zum Morgengrauen.

Für viele damalige FCB-Spieler ist es der Höhepunkt der Karriere, etliche sind sechs Jahre danach in der Versenkung verschwunden.

Cabral beispielsweise, der im zentralen Mittelfeld die Fäden zog, ist arbeitslos. Rechtsverteidiger Markus Steinhöfer, der den Ball an die eigene Querlatte donnerte, ist beim deutschen Zweitligisten Darmstadt nicht immer erste Wahl. Linksverteidiger Joo-Ho Park spielt in der Reserve von Dortmund, wechselt aber demnächst zurück in seine Heimat nach Südkorea. Kwang-Ryong Pak stürmt bei St. Pölten in der Ösi-Liga.

Abwehrboss Aleksandar Dragovic war nach seinem Abgang aus Basel in Kiew zwar jahrelang gesetzt, spielte zuletzt aber weder in Leverkusen noch bei Leicester City eine Rolle. Genseric Kusunga ist ohne Klub, Jacques Zoua spielt in der zweiten belgischen Liga.

Die Schweizer, die damals gegen Manchester United brillierten, starteten hingegen durch. Yann Sommer ist Stammkeeper bei Gladbach, Fabian Frei seit zwei Jahren bei Mainz, Valentin Stocker im dritten Jahr bei Hertha. Xherdan Shaqiri (Stoke) und Granit Xhaka (Arsenal) haben ihr Auslandabenteuer ebenfalls in der Bundesliga begonnen, spielen mittlerweile aber beide in der Premier League.

Nicht mehr aktiv sind Scott Chipperfield, der nach der Achtelfinal-Saison als erfolgreichster FCB-Spieler aller Zeiten zurücktreten ist, sowie Marco Streller und Alex Frei. Die sitzen mittlerweile im VR des FCB.

Und stehen vor der erneuten Achtelfinal-Quali.

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